Dadurch das Columbo ihr nur den Mord an Harold nicht aber an ihrem Mann nachweisen konnte, wird sie weiterhin das Erbe ihres Mannes behalten dürfen! Ob ihr das nochmal etwas nützen wird ist jedoch eine andere Frage ^^
Ich hatte noch auf das Beweisstück gewartet: An der Schreibmaschine (Tasten und Drehknopf) fand man die Fingerabdrücke von J.Welles - aber am Papier hat man sie nicht gefunden. Wie spannt jemand einen Bogen Papier ein, ohne Fingerabdrücke zu hinterlassen? A.Benedict hatte den Bogen ja offenbar bei einem seiner Besuche vorher - sicher auch mit Handschuhen - vorbereitet. Kommt das nicht in einem Columbo-Fall sogar vor?
Der Beweggrund für das Geständnis war doch eigentlich eine Art Folter. Wie Tilli es gesagt hat, ist sowas rechtlich sehr fragwürdig und keine Lapalie wie die erfundenen Beweise, die Columbo manchmal auch anwendet....
Interessante Randnotiz: in der Szene vor der Botschaft, als der Demonstrant Columbo erklärt, man sei nicht gegen den neuen König, sieht man kurz Jeff Goldblum als einen der Demonstranten im Bild.
Einige finden es hier komisch, dass der Matador den Mord zugibt, obwohl nur das Motiv, nicht aber die Tat selbst bewiesen war. Nun, einerseits war durch die Offenbarung seiner Angst für ihn sowieso seine Ehre \"hin\", und andererseits: Stand er nicht noch besser da, wenn er seine Schuld zugab, als wenn er ein Leben als \"Feigling\" UND Mordverdächtiger hätte weiterführen müssen?
Filmfehler: Als am Ende das Beil \"durch\" den Kragen fällt, sieht man, wie Blake die ganze Zeit zuschaut. Die nächste Einstellung jedoch zeigt ihn mit dem Kopf abgewandt und wie er ihn ganz vorsichtig wieder umdreht, um sein Werk zu begutachten...
Zu dem Kommentar von Hoyrica ist noch anzufügen, dass auch beim Klavierspielen des Opfers kurz vor dem Mord überhaupt nicht darauf geachtet wurde, dass Hand und Ton zu einander passen. Während die linke Hand aufwändige Tonfolgen spielt und die rechte nur Akkorde anschlägt, ist es in der Musik genau umgekehrt. Für den regelmäßigen Klavierspieler ein großer FauxPax
Das Klavierstück, das das Mordopfer am Anfang beginnt, ist die Etüde E-Dur von Chopin. In der darauffolgenden Filmmusik wird dann die Fortsetzung der Etüde, welche das Mordopfer nicht mehr spielen konnte, als immer wiederkehrendes Thema verwendet.