Schade, dass die Seite hier so zugespamt wird :-(
Die Euphorie über diese Folge kann ich nicht so teilen. Klar, tolle Szene im Obdachlosenheim, guter Mörder etc. Was mich stört, wie hier die Begriffe NEGATIV und SPIEGELVERKEHRT durcheinander geworfen werden (zumindest in der Synchro). Es geht hier niemals um ein Negativ sondern um eine spiegelverkehrte Darstellung (ausser dem ersten Mal, wo Columbo das spiegelverkehrte Foto sieht, das gleichzeitig auch das Negativ des Originalfotos ist). Und dann ausgerechnet einen Fotoprofi mit einem spiegelverkehrten Bild reinlegen wollen, der hätte lediglich einen Vergleich des Fotos mit der Mauer verlangen müssen, wo die Uhr stand, und das Thema wäre beendet gewesen. Offensichtlich waren die Autoren aber so von der Idee überzeugt (die ja auch noch so gut zu dem -wie gesagt unzutreffenden-Wortspiel \"negativ(e)\" passte), dass sie holzhammermässig eine Handlung drumrum zimmern mussten. Entsprechend kommt zum Ende hin auch keinerlei Beweis sondern nur eine Überrumpelungsüberführung, auf die ein echter Berufsfotograf (der ja sonst auch immer total überlegt und beherrscht handelte, etwa als der Obdachlose plötzlich auf dem Schrottplatz auftaucht) niemals hereingefallen wäre. Klar, jeder Columbofilm ist eine einzige Plausibilitätslücke, aber hier ist es dann doch eine Spur zu viel für mich.
Überrascht bin ich wegen der Prüderie,
die wir zur Jahrhundertwende noch selbst in den USA erleben konnten,
von der engen Hose unseres Mörders,
wo man insbesondere ungefähr bei 41:20 bis 43:00, auch in anderen Szenen,
ganz genau die Umrisse seines besten Stücks deutlich erkennen kann ;)
Mr. Mc Veigh hat seinen kleinen Bruder getötet, weil der ständig Schulden machte und den Plänen im Wege stand, aus seinem Gestüt das Beste des Landes zu machen, bzw. einen guten Ruf zu behalten oder erhalten. Wie auch immer.
Ich denke, es gab schon bessere und spannendere Folgen als diese.
Noch dazu zieht es sich zeitweise hin und wirkt etwas langweilig.
Einzig Peter Falk hat diese Folge noch gerettet. Ebenso Rod Steiger.
Peter Falk zuliebe habe ich dann doch diese Folge noch auf DVD kopiert.
Ich finde, im Laufe der Jahre, in dem Peter Falk schon Inspector Columbo spielt, wurde er als Schauspieler in dieser Rolle immer besser und interessanter, auch amüsanter.
Eine tolle Folge mit einem eher \"verrückten\" Mörder, der ein wenig vom sonstigen Gegenspieler-Stereotyp abweicht. Ich liebe die 70er Jahre Technik, wie das Tonband der Tante. Nur die Auflösung/ den Zigarrentrick in der Seilbahn habe ich nicht verstanden: Das Auto ist doch explodiert, ergo hat die Bombe gezündet. Der Inspektor kann daher unmöglich die (fast) unversehrte Zigarrenkiste aus dem Auto in der Hand halten. Das sollte dem Mörder doch auch in einer stressigen Situation schnell klar sein?
Fehler: Als Sergeant Brown in Mo Weinberg\'s Wohnung geht und die Leiche entdeckt sieht man klar das Mo atmet. Er war aber im diesem Moment tod,das sieht man an der Menge des Blutes auf seinem Körper.
Es gibt einen klaren Filmfehler: Als Columbo den Sicherheitsgurt Roland Pangborn zeigt hat er seine zigarre in der Hand. Doch als die Kamera nur auf seine Hände zeigen hat er keine mehr. Und dann danach kommt die Kamera wieder normal auf Columbo, da hat er sie plötzlich wieder komisch,wie man so schnell mit Zigarren umgeht. Sonst ist es aber klar einer der besten Folgen.